Was nützt ein Führungssystem einer KMU?

von Thomann

Die Gestaltung eines prozessorientierten Führungs- und Qualitätsmanagement-Systems reduziert die Kosten und erleichtert den Marktzugang.

Überall wo Menschen eine Gemeinschaft bilden kennen wir Spielregeln. Wieso haben viele KMU’s nach wie vor keine definierten Regeln für die Zusammenarbeit?

Führungssysteme in der Praxis werden oft als Qualitätsmanagementsysteme etabliert und nach der internationalen ISO 9001 Norm zertifiziert. Dabei geht es nicht nur um die Produktqualität, sondern vielmehr um das Ganze „Drumherum“. Bei gleichem Preis entscheidet sich der Kunde für das Produkt oder für die Dienstleistung welche die meisten der von ihm bevorzugten Qualitätsmerkmale erfüllt (z.B. Produkt- und Dienstleistungsqualität, Kundenberatung und Service nach dem Verkauf).

Unternehmen welche aus eigenem Antrieb ein hohes Qualitätsniveau in allen Bereichen erarbeitet haben sind weniger dem Kostendruck ausgesetzt. Anstatt frühzeitig die Initiative für ein umfassendes Qualitätsmanagement zu ergreifen und ihr Unternehmen auf Qualitätskurs zu trimmen, warten viele Unternehmen zu lange - bis sie unter äusserem Druck regieren müssen! Die Qualitätsfähigkeit kommt jedoch nicht von allein, sondern sie ist das Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen nach Qualität auf allen Ebenen und in allen Bereichen des gesamten Unternehmens.

Ein Führungssystem – heute ein prozessorientiertes (Qualitäts-)Managementsystem QMS - unterstützt Unternehmen in folgenden zentralen Aspekten:

  • Transparente betriebliche Abläufe
    Die betrieblichen Abläufe werden dokumentiert und beschrieben. Damit werden sie transparent und können leichter auf Verbesserungsmöglichkeiten untersucht werden. Damit können Probleme rechtzeitig erkannt und beseitigt werden.
  • Verbesserter Marktzugang
    Im heutigen Marktumfeld kann ein Unternehmen mit einem zertifizierten QMS zeigen, dass die Qualitäts- und Prozess-Sicherung systematisch angegangen wird. In manchen Branchen, ist ein derartiges Zertifikat zwingende Voraussetzung für Geschäftsabschlüsse.
  • Bessere Qualität zu niedrigeren Kosten
    Qualitätsmanagement sichert Qualität möglichst früh im Entstehungsprozess. Fehler am Anfang zu entdecken ist wesentlich kostengünstiger als erst beim Kunden.
  • Systematisches Qualitätsdenken bei den Mitarbeitenden
    Ein QMS hilft, sämtliche Mitarbeitenden eines Unternehmens in die Qualitätssicherung einzubeziehen.
  • Sicherung der erreichten Verbesserungen
    QMS helfen erreichte Optimierungen nachhaltig zu sichern, in dem verbesserte Abläufe und Prozesse als "übliche Praxis" fixiert und damit zum Standard werden.
  • Konstruktive Fehlerkultur
    Wo gearbeitet und entwickelt wird, passieren Fehler. Eine positive Fehlerkultur fördert Mitarbeitende und damit das Unternehmen in der Innovationsfähigkeit. Es gibt aber Tätigkeiten, wo Fehlervermeidung wichtig ist. Ein QMS hilft Fehler möglichst vorbeugend zu vermeiden, indem die Fehlerursachen systematisch untersucht und behoben werden.
  • Besserer Know-how-Transfer
    Dokumentierte und beschriebene Arbeitsabläufe und -prozesse ermöglichen die effizientere und bessere Weitergabe von betrieblichem Know-how. Das erleichtert die Einführung neuer Mitarbeitender.

Ein KMU gerechtes Führungssystem - auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten – ermöglicht ein optimales Arbeiten. Um eine umfassende Qualität nachhaltig sicherzustellen und zu bewerten ist die Implementierung eines Ziel- und Verbesserungsmanagements unerlässlich. Ein Unternehmen muss sich ständig verbessern um im heutigen Verdrängungswettbewerb bestehen zu können.

Eine Zertifizierung, z.B. nach der ISO 9001 Norm steht für hohe Qualität, für gut geführte Prozesse und kann in der Kommunikation aktiv genutzt werden. Darüber hinaus zeichnet sie aber auch die engagierte und systematische Arbeit der Mitarbeiter aus, die oft ihre Aufgaben mit viel Kompetenz und Leidenschaft betreiben.

Bedeutet nun ein Qualitätsmanagement nach ISO nicht zwangsläufig weniger Flexibilität bei der Arbeit und wachsende Bürokratie?

Nicht wenn man es richtig macht! Die Qualitätsmanagement Norm gibt nur vor, „was“ getan werden muss, jedoch nicht „wie“ dies umgesetzt wird. Die Unternehmen haben praktisch alle Freiheiten bei der Gestaltung ihres Qualitätsmanagement in der Praxis – dies sollte auch genutzt werden!

Wie kommt man zu einem schlanken und funktionierenden Führungssystem?

TQMi steht für ein erfolgreiches Konzept zur Gestaltung und Einführung eines prozessorientierten Führungs- und Managementsystems in KMU‘s. Das TQMi Konzept wurde vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) initiiert und ermöglicht auch kleinen Unternehmen ein effizientes Führungssystem zu etablieren.

Ob im Alleingang oder in der Gruppe; die Erfahrungen, welche die teilnehmenden Firmen im Rahmen des TQMi-Projektes machen sind durchwegs positiv!

Im Rahmen des einjährigen TQMi-Lehrgangs/Projektes erarbeiten die Teilnehmenden Firmen ihr eigenes prozessorientiertes Führungssystem. Der TQMi-Lehrgang (Total Quality Management in Informatikunternehmen) ist ein Ansatz die ISO 9001-Zertifizierung mit vernünftigen Kosten und Aufwand zu erlangen. In mehreren Workshops wird die Basis zur ISO 9001-Zertifizierung erarbeitet und laufend im eigenen Betrieb eingeführt.

Der TQMi Lehrgang ist der beste Weg zu einem ISO9001 zertifizierten Managementsystem für IT-Unternehmen“, so Paul Zähner CEO und Partner von der clavis IT.

Die TQMi-Lehrgänge finden je nach Bedarf jährlich oder halbjährlich statt. Der Start von individuellen Projekten ist jederzeit möglich!

Weitere Informationen findet manunter http://www.tqmi.ch

 

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